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Kompetenznetzwerk Streuobstwiesen

Obstannahme in Mechernich<br>Foto: U. Gerke, Biostation Euskirchen

Name der Leader- oder ILE-Gruppe:

Leaderregion Eifel

Bundesland:

Nordrhein-Westfalen


Projektbeschreibung

Streuobstwiesen und -weiden sind ein wichtiger Bestandteil der Kulturlandschaft der Eifel. Die Vielfalt der Obstwiesen ergibt sich durch die große Sortenvielfalt, die hohe Tier- und Pflanzenvielfalt, die oft extensive Bewirtschaftung sowie das damit verbundene Landschaftserlebnis. Durch Überalterung und mangelnde Pflege sind in den letzten Jahren viele zusammenhängende Obstbestände aus der Kulturlandschaft der Eifel verschwunden. Einerseits ergibt sich ein hoher Handlungs- und Schulungsbedarf, will man langfristig die wertvollen Lebensräume der Streuobstwiesen erhalten, andererseits steigt die Nachfrage nach regional nachhaltig erzeugten Produkten wie Tafelobst, Obstbränden und Obstsäften deutlich an und stellt somit einen Wirtschaftsfaktor dar.

Der Schwerpunkt des Projekts zum Erhalt der Streuobstwiesen ist die Ausbildung von ehrenamtlichen Obstbaumwarten und deren Unterstützung der Bevölkerung in den Dörfern vor Ort. Die Ehrenamtler helfen bei der Auswahl eifeltauglicher Obstsorten, fachgerechter Baumpflege und kennen alte Regionalsorten und Förderprogramme. Sie wissen, wie man bei reicher Ernte hochwertige Regionalprodukte erhalten kann. Schließlich vermittelt der Obstbaumwart Baumpatenschaften, sollte sich jemand nicht mehr selbst um seinen Bestand kümmern können. Im ersten Projektjahr stehen nun flächendeckend 50 ausgebildete Obstbaumwarte zur Verfügung. Durch die Projektöffentlichkeitsarbeit wird eine hohe Aufmerksamkeit in der lokalen Presse erreicht und es gelingt innerhalb eines kurzen Zeitraums das Bewusstsein der Dorfbewohner für das Thema Streuobstwiese zu schärfen. Diese sehen ihre Obstwiesen inzwischen wieder als positive Bereicherung und fragen die Obstbaumwarte aktiv an. Durch die enge Vernetzung der Obstbaumwarte, die sich regelmäßig austauschen und gemeinsam fortbilden, entsteht somit ein wesentlicher Bestandteil ehrenamtlicher Regionalentwicklung direkt aus der Bevölkerung heraus.

Verstetigung

Die Synergieeffekte führen zur dauerhaften Einrichtung einer zentralen Streuobstkompetenzstelle. Die Institutionalisierung wird im Projekt entwickelt und ist vorstellbar und könnte bei einer Biologischen Station angesiedelt oder in Form eines ehrenamtlichen Vereins organisiert werden.

Das Projekt wurde erfolgreich umgesetzt. Konnten so viele Unterstützer von dem Projektziel und -erfolg überzeugt werden, dass das Projekt weiter läuft - gegebenenfalls auch ohne Förderung?

Initiativwirkung / Initialzündung

In der Region konnten in großem Umfang ehrenamtliche Akteure innerhalb des Baumwarteprogramms aktiviert werden. So haben sich 60 Personen angemeldet. Dabei ist höchstes Engagement und eigene Initiative bei den Bürgern erkennbar. Das Projekt erfährt bei der lokalen Presse eine hohe Aufmerksamkeit.

Wurden durch das Projekt weitere Projekte oder die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren angeschoben?

Politische Unterstützung

Erstmals wurde ein drei Landkreise (Düren, Euskirchen, StädteRegion Aachen) übergreifendes Bündnis für Streuobstwiesenerhaltung und Vermarktung der Produkte initiiert. Landesweite Wahrnehmung als Modellprojekt (Anlass für eine Tagung des Zentrums für ländliche Entwicklung und der Natur- und Umweltschutzakadmie).

Wurde das Projekt durch die politischen Entscheidungsträger in der Region unterstützt?

Einbindung des Projekts in die Arbeit der ILE- oder Leader-Gruppen

Das Projekt ist ein Leitprojekt des regionalen Entwicklungskonzepts "Eifel" im Bereich Natur- und Kulturlandschaft. Des Weiteren wird durch die Streuobstprodukte, als nachhaltig produzierte Qualitätserzeugnisse, eine Vernetzung zur Regionalvermarktung, einem der Schwerpunkte der LEADER-Aktivität, hergestellt.

Ist das Projekt bzw. sind die Projektträger in die ILE- oder Leader-Region eingebunden? Wie intensiv ist die Zusammenarbeit?

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