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Blaues Netz - Aufbau und Vernetzung regionaler Bachpatenschaften

Ermittlung der Wassergüte im renaturierten Abschnitt der Fulau mit SchülerInnen der Grundschule Wittingen<br>Foto: Aktion Fischotterschutz e.V.

Name der Leader- oder ILE-Gruppe:

Nachhaltigkeitsregion Isenhagener Land

Bundesland:

Niedersachsen


Projektbeschreibung

Mit dem Projekt wurde im Isenhagener Land ein Netz von Bachpaten aufgebaut, die sich um die Bäche in ihrer unmittelbaren Umgebung kümmern und Maßnahmen zur Verbesserung der ökologischen Situation durchführen. Mit Hilfe dieser Bachpaten wurden an sechs verschiedenen Fließgewässern in der Region Lebensräume für den Fischotter und andere heimische Pflanzen und Tiere geschaffen. Die Bevölkerung wurde dabei über die ehrenamtliche Mitwirkung im Rahmen der Bachpatenschaften und bei Aktionen stärker als bisher üblich in ein Naturschutzprojekt einbezogen.

Im Rahmen der zweijährigen Projektlaufzeit wurde ein Netz bestehend aus 11 Bachpateninstitutionen mit 18 Gruppen gegründet. Dies sind im Einzelnen 8 Schulen, 2 Angelvereine und der Verband Christlicher Pfadfinder. Die ehrenamtlich tätigen Bachpaten untersuchten die Fließgewässer und setzten ökologische Maßnahmen um. Insgesamt beteiligten sich 392 Kinder und Jugendliche an Bacherkundungsaktivitäten, Spurensucher-Training und Pflanzaktionen. Über 200 weitere Ehrenamtliche aus Vereinen und Verbänden, wie der freiwilligen Feuerwehr, der Schützengesellschaft, den Panzergrenadieren der Bundeswehr und der Jugendhilfe, sowie örtlich ansässige Landwirte und die Eltern der Schüler arbeiteten im Projekt mit. Sie halfen bei der Entfernung von standortfremden Fichten, bei der Anlage von Uferabflachungen, bei der Verlegung einer Dränage, bei der Schaffung feuchter Senken, bei der Anlage eines Fließgewässer-Seitenarms und der standorttypischen Bepflanzung aller Flächen. Hierneben wurde in der Ortslage Knesebeck mit breiter ehrenamtlicher und öffentlicher Unterstützung ein naturnaher Erlebnis- und Spielraum an einem neu geschaffenen Seitenarm des Knesebachs angelegt.

Zur Vernetzung der Bachpaten wurde ein Bachpaten-Fest durchgeführt und gemeinsam eine eigene Internetseite entwickelt (www.blaues-netz.de). Für die Sicherung der Nachhaltigkeit des Projektes und zum Übertragen auf andere Regionen wurde zudem ein Handbuch erstellt.

Verstetigung

Die Grundschulen in Knesebeck und in Wesendorf kümmern sich auch fünf Jahre nach Beendigung des Projektes immer noch intensiv um ihre Patengewässer. Der Erlebnisraum am Knesebach wird weiterhin ehrenamtlich betreut. Andere Paten suchen zumindest die Gewässer regelmäßig auf.

Das Projekt wurde erfolgreich umgesetzt. Konnten so viele Unterstützer von dem Projektziel und -erfolg überzeugt werden, dass das Projekt weiter läuft - gegebenenfalls auch ohne Förderung?

Initiativwirkung / Initialzündung

Ein Folgeprojekt an einem Gewässer in der Region wurde initiiert. Zudem wurde in anderen Regionen durch das Handbuch und die Internetseite die Etablierung von Bachpatenschaften angeregt. Im OTTER-ZENTRUM Hankensbüttel wird zudem für weitere Bachpatenschaften in Gruppenprogrammen geworben.

Wurden durch das Projekt weitere Projekte oder die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren angeschoben?

Politische Unterstützung

Das Projekt wurde von der Politik breit unterstützt. Die Ehrenamtlichen wurden bei ihrer Arbeit an den Gewässern durch Mitarbeiter der Gemeinden unterstützt. Über die Bereitstellung der Kofinanzierungsmittel hinaus wurden von den Gemeinden Materialien und Geräte zur Verfügung gestellt.

Wurde das Projekt durch die politischen Entscheidungsträger in der Region unterstützt?

Einbindung des Projekts in die Arbeit der ILE- oder Leader-Gruppen

Der Projektträger arbeitet seit Beginn des LEADER+ Prozesses in der lokalen Aktionsgruppe und in Arbeitskreisen aktiv am Entwicklungsprozess mit. Das Projekt ist Bestandteil des regionalen Entwicklungskonzepts, bei dessen Aufstellung es in einem Arbeitskreis entwickelt wurde. Der Projektträger hat weitere strategieorientierte Projekte initiiert.

Ist das Projekt bzw. sind die Projektträger in die ILE- oder Leader-Region eingebunden? Wie intensiv ist die Zusammenarbeit?

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