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Time for interaction

Junger Geflüchteter mit einheimischen Senior in traditioneller Tracht

Die Region Aller-Fuhse-Aue arbeitet mit zwei Partnerregionen aus Österreich und Schweden zusammen. Verbindendes Thema ist die Integration von Flüchtlingen. Bild: LAG Aller-Fuhse-Aue

Stand:

22.06.2017

  • Kontakt:

Gemeinde Uetze
Frau Ursula Tesch
Marktstraße 9
31311 Uetze
Telefon: 05173 / 970 100
info@uetze.de
De-Mail: info@uetze.de-mail.de

Kooperationsprojekt

Art der Kooperation:

  • transnationale Kooperation

Weitere Partner:

Federführend ist die LEADER-Region Zeitkultur – Oststeirisches Kernland aus Österreich. Weitere Projektpartner sind die LEADER-Regionen Västra Småland aus Schweden und Aller-Fuhse-Aue aus Deutschland.

Bereits in der vorangegangenen EU-Förderperiode hatte die vormalige ILE-Region Aller-Fuhse-Aue das Projekt Wissensnetz ins Leben gerufen, wodurch über Gemeindegrenzen hinweg eine gezielte Vernetzung von offenen Begegnungsstätten initiiert wurde. Im Rahmen des Projekts Wissensnetz kooperieren nun seit wenigen Jahren fünf soziale Einrichtungen in den Ortschaften Hänigsen, Nienhagen, Uetze, Wathlingen und Wienhausen miteinander. Das so entstandene "Wissensnetz Aller-Fuhse-Aue" soll den Austausch von Menschen auf ganz unterschiedlichen Ebenen fördern und vor allem regional vorhandenes Wissen und Expertentum für Ratsuchende verfügbar machen.

Wie können wir regional vorhandenes Wissen sichtbar machen? Wie können wir Menschen motivieren, ihr Wissen zu teilen? Können wir geschützte Räume für Kommunikation schaffen, in denen wir Fragen und Antworten austauschen? Das sind die Fragen, mit denen sich die Projektgruppe Wissensnetz der LEADER-Region Aller-Fuhse-Aue in sehr allgemeiner Form befasste – und durch den Zustrom an Geflüchteten eingeholt wurde.

Die hohen Zahlen Geflüchteter stellten die Kommunen plötzlich vor größere Herausforderungen und es zeigte sich, dass mit dem Kooperationsverbund Wissensnetz wirkungsvolle Strukturen zur Verfügung standen, um über Gemeindegrenzen hinweg Hilfen zu organisieren. Darüber hinaus waren alle Einrichtungen mit der Betreuung ehrenamtlich Tätiger befasst und fungierten hier sowohl koordinierend als auch unterstützend durch die Bereitstellung von Ressourcen. Daher gab es durch die gezielte Entwicklung der Begegnungsstätten bereits eine Kultur der Offenheit, in der Menschen einander begegnen und Wissen miteinander teilen können. Diese Kultur der Offenheit ist der Schlüssel für die Entstehung helfender Strukturen innerhalb eines überschaubaren sozialen Raumes.

Ein erstes Projekt zum Thema "Integration von Geflüchteten" war 2016 die Fachtagung "Geflüchtete im ländlichen Raum" sowie die anschließenden Schulungseinheiten für ehrenamtlich Tätige zum Integrationslotsen.

ELER-Förderung:

ja

Finanzierung:

LEADER-Förderung

Die Gesamtkosten für alle drei beteiligten LEADER-Regionen belaufen sich auf 330.000 EUR. Die Kosten sind für die Projektkoordination und -entwicklung, Schulungen für Ehrenamtliche, Durchführung von gemeinsamen Veranstaltungen, Kunstprojekten, Öffentlichkeitsarbeit sowie Reisekosten eingeplant.

Laufzeit:

01.03.2017 bis 28.02.2019

Themen:

  • Bildung, Beratung und Information
    • Wissensmanagement
  • Gesellschaft und Soziales
    • bürgerschaftliches Engagement
    • Jugendprojekte
    • Integration
  • Förderperiode:
  • ELER 2014 - 2020

Beschreibung

Zusammenfassung:

Ziel des transnationalen Kooperationsprojekts ist ein intensiver Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer zur Integration geflüchteter Menschen in den ländlichen Räumen.

Ausgangssituation:

Die LEADER-Region hat durch ihre örtlichen Vereine und Initiativen einen großen Erfahrungsschatz in Bezug auf die Unterstützung von Freiwilligen bei ihrer Arbeit mit Geflüchteten. So wurde im Jahr 2016 eine Fachtagung zum Thema "Strukturen zwischen Haupt- und Ehrenamt neu denken" organisiert und 45 Ehrenamtlichen anschließend zum Integrationslotsen geschult. Der vernetzende Charakter dieser Tagung zeigte sich in der Erwartungshaltung der Teilnehmer, den begonnenen Dialog und Erfahrungsaustausch fortzusetzen.

Parallel zu dieser regionalen Initiative kam die Anfrage aus Österreich zur Teilnahme an einem transnationalen Projekt zum Oberthema Geflüchtete. Im Rahmen eines Anbahnungstreffens im Juni 2016 wurden die Inhalte und Ziele des Projektes diskutiert und definiert, so dass im Herbst 2016 das Projekt bei der Lokalen Aktionsgruppe Aller-Fuhse-Aue zur Förderung eingereicht werden konnte.

Inhalt:

Das Projekt "Time for interaction" umfasst Tätigkeiten in den drei Hauptthemen.

  1. Bessere berufliche Orientierung und Integration von Jugendlichen in den lokalen Arbeitsmarkt
  2. Nutzung von Kultur und Kreativität als Elemente mit integrativer Wirkung
  3. Unterstützung von Freiwilligen bei ihrer Arbeit mit Geflüchtete

Im Rahmen dieser drei Hauptthemen werden entsprechende Teilprojekte initiiert und durchgeführt.

Ziele:

Bessere berufliche Orientierung und Integration von Jugendlichen in den lokalen Arbeitsmarkt:
Zur besseren beruflichen Orientierung und Integration von Jugendlichen in den lokalen Arbeitsmarkt ist die Zusammenarbeit mit lokalen KMU von entscheidender Bedeutung. Auch der Bildungssektor spielt hierbei eine wichtige Rolle. Durch eine aktive Unterstützung der lokalen Jugendlichen im Allgemeinen (mit oder ohne Migrationshintergrund) soll die Integration in den Arbeitsmarkt verbessert werden.

Nutzung von Kultur und Kreativität als Elemente mit integrativer Wirkung:
Die an dem transnationalen Kooperationsprojekt beteiligten ländlichen Gebiete sind reich an kulturellen Organisationen und kreativen Projekten (z.B. FlotART oder der Verein Kunstspirale e.V.). Diese lokalen kreativen Interessengruppen und Vereine sind aufgeschlossen und bereit, zur Integration von (jungen) Geflüchteten beizutragen und leisten bereits heute einen wichtigen Beitrag zur Integration von Geflüchteten. Diese Aktivitäten sind eine gute Basis für einen interkulturellen Austausch, globales Lernen und sinnvolle kreative Aktivitäten (z.B. in der Freizeit oder zur Traumabewältigung).

Unterstützung von Freiwilligen bei ihrer Arbeit mit Geflüchteten:
Die Koordinierung der Unterstützung von Geflüchteten stellt eine entscheidende Aufgabe bei der Integration in die westliche Gesellschaft dar. Das Handlungsfeld konzentriert sich auf die Arbeit lokaler Freiwilliger und soll Wege aufzeigen, wie das ehrenamtliche Engagement nachhaltig gestärkt werden kann. Dies beinhaltet z.B. Ausbildungsmaßnahmen zum Integrationslotsen, wie sie bereits in der LEADER-Region Aller-Fuhse-Aue durchgeführt wurden. Es umfasst aber auch den Austausch bewährter Verfahren. Ein besonderer Schwerpunkt wird auch den Freiwilligen gewidmet sein, die selbst einen Migrationshintergrund haben (besondere Sprachkenntnisse, besseres Verständnis der verschiedenen Kulturen).

Besonderheiten:

Die Ziele werden in einzelne Aktivitäten und Veranstaltungen unterteilt, für die jeweils eine Region die Verantwortung in Planung und Durchführung trägt. So kommt es zu einem intensiven Wissensaustausch zwischen den Regionen, bei dem von den vorhandenen Ressourcen und Know-How vor Ort profitiert werden kann. In einem ersten Schritt fand ein Besuch in Form eines "study visits" der LEADER-Region Aller-Fuhse-Aue vom 17. bis 20. Mai 2017 statt.

Anfang Oktober 2017 findet in Schweden eine Konferenz zum Thema "Berufliche Integration" statt.

Perspektiven:

Die LEADER-Region Aller-Fuhse-Aue ist die erste LEADER-Region in Niedersachsen mit der Umsetzung eines transnationalen Projektes (Stand Juni 2017).

Das begonnene transnationale Projekt hat in der LEADER-Rgeion Aller-Fuhse-Aue bereits jetzt eine hohe Aufmerksamkeit erlangt. Zudem konnten bestehende Netzwerke ausgebaut und neue Kooperationen gebildet werden. Allein vier Projektträger haben aus dieser Arbeit heraus einen Antrag über das Bundesprogramm ländliche Entwicklung (BULE) "500 Landinitiativen" gestellt, deren Inhalte unmittelbar an die begonnenen Aktivitäten aus den oben beschriebenen Projekten anknüpfen.

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