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Stormini - Beteiligung und Demokratie erleben

Schild der Kinderstadt Stormini an einer Ziegelmauer, davor drei Kinder

Teilnehmer am Stormini-Parlament zeigen das Schild des Projekts Bild: AktivRegion Alsterland

Stand:

30.09.2009

  • Kontakt:

Kreis Stormarn
Mommsenstr. 13
23843 Bad Oldesloe
Wilhelm Hegermann (Projektträger)
Telefon: 0 45 31 / 160 - 365
E-Mail: w.hegermann@kreis-stormarn.de

Kooperationsprojekt

Art der Kooperation:

  • gebietsübergreifende Kooperation
  • Projektpartner:
  • Schleswig-Holstein
  • Region: Alsterland
  • Institut AgendaRegio
  • 24109 Kiel
  • Herr Dr. Dieter Kuhn (Regionalmanagement)
  • Projektpartner:
  • Schleswig-Holstein
  • Region: Holsteins Herz
  • LAG AktivRegion Holsteins Herz e. V. Segeberg-Stormarn
  • 23795 Bad Segeberg

Weitere Partner:

Die AktivRegion Alsterland ist Lead-Partner. Finanzielle Unterstützung erfährt STORMINI durch den Kreis Stormarn, die Sparkassen-Stiftung Stormarn, die Bürger-Stiftung Stormarn, die AktivRegionen Alsterland und HolsteinsHerz und weitere private Organisationen wie zum Beispiel dem Lionsclub Stormarn und der Sparkasse Holstein.

ELER-Förderung:

ja

Finanzierung:

EU-Zuschuss 2010: 39.015 EUR EU-Zuschuss 2011: 22.585 EUR Eigenmittel des Kreises (förderfähig): 50.400 EUR Gesamtkosten (förderfähig): 112.000 EUR Eigenmittel des Kreises (nicht förderfähige Kosten): 38.000 EUR Gesamtkosten: 150.000 EUR

Laufzeit:

16.12.2009 - 31.12.2011

Themen:

  • Bildung, Beratung und Information
    • Schulprojekte
  • Gesellschaft und Soziales
    • Bürgerbeteiligungsprozesse
  • Förderperiode:
  • ELER 2007 - 2013

Beschreibung

Zusammenfassung:

Stormini ist ein einwöchiges Planspiel für Kinder von 8 bis 13 Jahren. Ziel der Kinderstadt ist es ein demokratisches Lernfeld anzubieten. Die Kinderstadt wird mit örtlichen und regionalen Kooperationspartnern aus Verwaltung, Wirtschaft, Politik, Vereinen und Verbänden durchgeführt. Auf einem abgesperrten Gelände wird die Stadt mit ihren wirtschaftlichen, verwaltungstechnischen und politischen Strukturen nachgebildet. Eine Woche lang leben und erleben sie modellhaft die zum Teil schwer greifbaren Prozesse der Erwachsenenwelt.

Darüberhinaus werden Beteiligungsprojekte für Kinder und Jugendliche inklusive Multiplikatorenschulung durchgeführt.

Außerdem wird eine Auskunft- und Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung eingerichtet.

Ausgangssituation:

Eine aktuelle Analyse vom Deutschen Kinderhilfswerk in Berlin kommt eindeutig zu dem Ergebnis, dass die Beteiligungsrechte für Kinder und Jugendliche in Deutschland dringend ausgebaut werden müssen. Ein Zentraler Maßstab für die Kinderfreundlichkeit ist die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte des Kindes unter Berücksichtigung der besonderen gesellschaftlichen Verhältnisse in Deutschland. Der Kreis Stormarn möchte daher die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen auf Grundlage des §47f der Gemeindeordnung Schleswig-Holstein vorantreiben.

Die in vielen Kommunen bereits begonnene Beteiligung von Kindern und Jugendlichen kann dadurch weiter intensiviert werden. Sie stellt neben der Erhöhung örtlicher und regionaler Identität auch einen Standortvorteil im Sinne einer kinder-, jugend- und familienfreundlichen Region dar. Das Kennenlernen demokratischer Prozesse und reales Beteiligungshandeln stärkt das bürgerschaftliche Engagement in der Region, schafft neue und bürgerfreundlichere Schwerpunkte und Sichtweisen in Bezug auf kommunale und regionale Planungsvorhaben und die Entwicklung des Verkehrs.

Inhalt:

Stormini ist ein einwöchiges Planspiel für Kinder von 8 bis 13 Jahren. Ziel ist es, ein demokratisches Lernfeld für Kinder innerhalb Stormarns anzubieten. Die Kinder- und Jugendstadt soll mit örtlichen und/oder regionalen Kooperationspartnern aus Verwaltung, Wirtschaft, Politik, Vereinen und Verbänden durchgeführt werden. Auf einem geeigneten Gelände soll eine Stadt mit ihren wirtschaftlichen, verwaltungstechnischen und politischen Strukturen nachgebildet werden. Ca. 200 teilnehmende Kinder gestalten unter fachlicher Betreuung einen Lernraum, in dem schwer greifbare Prozesse erlebbar werden.

Das Konzept bietet strukturelle und thematische Lernfelder an. Im Jahr 2010 wurde der inhaltiche Schwerpunkt auf das Thema "Berufe in der Zukunft" gelegt. 2011 wurde mit den jungen Bürger/-innen verstärkt an dem Thema "Klima- und Umweltschutz" in Beruf und Freizeit gearbeitet. Durch die demokratischen Strukturen mit Parlamentariern, Stadtbeschlüssen, Gewerkschaften und freien Bürgermeisterwahlen sollen viele der kleinen Bürger/-innen echte Partizipation erleben.

Kinder und Jugendliche sollen zu Beteiligungsmultiplikatoren geschult werden. Das Betätigungsfeld erstreckt sich dabei sowohl auf örtliche als auch auf regionale Planungen für Kinder-, Jugend- und Bürgerfreundlichkeit; Entwicklung von Kinder-Jugend-Regionalplänen, Projektfeld Partizipation und Schule, Mitwirkung bei Kinder-Jugend-Freundlichkeits-Prüfstellen, Jugendschutz, Medienarbeit, Jugendkulturarbeit und offene Eventangebote. Ältere Jugendliche sollen dazu als sogenannte Beteiligungsmultiplikatoren in Seminaren qualifiziert werden. Sie sollen als Bindeglied zwischen Kindern / Jugendlichen und den kommunalpolitischen Verantwortlichen fungieren.

Während des Projektzeitraumes soll eine regionale Beratungs- und Servicestelle "Jugendbeteiligung" eingerichtet werden. Die Grundidee der Servicestelle besteht darin, dass Jugendliche selbst kompetente Ansprechpersonen für Jugendbeteiligungsprojekte in ihrer Region sind. Die Servicestelle soll Jugendliche in ihren Projektanliegen methodisch und materiell unterstützen. Zudem soll sie die lokalen Strukturen besser vernetzen.

Ziele:

Ziel ist es, in den AktivRegionen ein neues Bewusstsein für die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln und auszubauen. Dabei geht es darum Lernfelder, Freiräume und Orte für Kinder und Jugendliche zu schaffen, die das Interesse an demokratischer Beteiligung in ihrem Alltag wecken, Selbstständigkeit fördern und Eigenverantwortung stärken. Die Kinder und Jugendlichen sollen dafür insbesondere über bestehende oder noch zu schaffende regionale Netzwerke, Schulen und Angebote der Jugendhilfe wie organisierte Jugendarbeit und Jugendverbandarbeit angesprochen werden.

Durch die drei Projektarbeitsbereiche Wirtschaft, Verwaltung und Politik sollen Kinder und Jugendliche für demokratisches und partizipatives Handeln sensibilisiert werden und durch das Planspiel und kommunale Beteiligungsprojekte fit für Beteiligungsrechte und -methoden im Rahmen der Bürgergesellschaft gemacht werden. Das Projekt stärkt das gesellschaftliche Engagement junger Menschen und gibt ihnen den Rahmen für partizipatives Handeln und Mitentscheiden innerhalb der gesetzlichen Vorgaben.

Ältere Jugendliche sollen darüber hinaus als sogenannte Beteiligungsmultiplikatoren qualifiziert werden und selbstständig Projekte in Kommunen umsetzen. Die Servicestelle unterstützt engagierte Kinder und Jugendliche in materieller und methodischer Hinsicht zur Verwirklichung ihrer Beteiligungsvorhaben.

Zudem soll das regionale Beratungs- und Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche erweitert werden.

Besonderheiten:

Um das Projekt durchführen zu können, ist ein sehr hoher Anteil an ehrenamtlichem Einsatz zu leisten. Auf jeden Teilnehmer kommt ein Ehrenamtler, um den hohen Betreuungsaufwand abdecken zu können. Eingebunden sind dabei die örtlichen Vereine und Verbände, Handwerk und Wirtschaft, aber auch viele Eltern.

Perspektiven:

Durch die "Regionale Servicestelle" wurde ein qualifizierter Arbeitsplatz im Bereich Kinder- und Jugendbeteiligung geschaffen. Durch die strukturschaffenden Maßnahmen wird das Ziel einer kinder- und jugendfreundlichen Region gestärkt. Das Planspiel "Stormini" bietet eine sehr große Anzahl informeller und nicht formeller Bildungsgelegenheiten außerhalb der Schule und ist in seiner Intensität als sehr nachhaltig wirkend einzustufen.

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