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Ärztliche Grundversorgung im Kreis Steinburg

Stand:

10.04.2012

  • Kontakt:

Kreis Steinburg
Viktoriastraße 16-18
25524 Itzehoe
Dr. . Stork (Projektträger)
Telefon: 0 48 21 / 6 92 04
E-Mail: stork@steinburg.de

ELER-Förderung:

ja

Finanzierung:

  • Gesamtkosten: 23.800 Euro
  • Fördersumme: 11.000 Euro

Das Projekt ist auf die Erstellung der Studie inklusive der Ermittlung von konkreten Empfehlungen und Maßnahmen für die interessierten Ämter und Gemeinden sowie die Erstellung eines Handlungsleitfadens für alle Gemeinden des Kreises Steinburg begrenzt und für diese Projektlaufzeit durchfinanziert.

Es wird von dem Projekterfolg abhängen, ob einzelne Maßnahmen umgesetzt werden. Die Eigenmittel stellt der Kreis Steinburg aus dem Budget für kreisweite Projekte zur Verfügung.

Laufzeit:

01.05.2012 bis 01.12.2013

Themen:

  • Gesellschaft und Soziales
    • Daseinsvorsorge
  • Grundversorgung und Infrastruktur
    • medizinische Versorgung
  • Förderperiode:
  • ELER 2007 - 2013

Beschreibung

Zusammenfassung:

Im Rahmen des Projektes Ärztliche Grundversorgung im Kreis Steinburg wird ein Handlungsleitfaden für die Kommunen erstellt, in dem der Ablauf und die Möglichkeiten für den Umgang mit der ärztlichen Grundversorgung auf den Kreis Steinburg angepasst dargestellt werden. In der vorhergehenden Untersuchung von drei Modellregionen sollen die Bedürfnisse und Probleme in der Region und in den einzelnen Kommunen aufgezeigt und auf den jeweiligen Ort angepasste Lösungen erarbeitet werden. In dem Projekt erfolgt eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung der Maßnahmen mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Schleswig-Holstein sowie den Ärzte- und Zahnärztevertretern des Kreises und des Klinikums.

Ausgangssituation:

Der Kreis Steinburg wird in den Statistiken zur ärztlichen Grundversorgung im Bereich der ländlichen Räume mit einem Versorgungsgrad von 95,7% geführt. Dennoch sind zwölf der 18 landesweit unbesetzten Hausarztstellen im Kreis Steinburg vorzufinden. Mehr als ein Drittel der Ärzte in Steinburg sind bereits über 60 Jahre alt. Aufgrund des schon fortgeschrittenen Alters vieler ansässigen Ärzte und der geringen Neigung jüngerer Ärzte sich in den ländlichen Räumen anzusiedeln, ist davon auszugehen, dass der Ärztemangel im Kreis Steinburg zunehmen wird, da frei werdende Arztpraxen nicht wiederbesetzt werden können.

Die AktivRegion Steinburg hat daher Ende 2010 eine Projektgruppe "Ärztliche Grundversorgung" gegründet. Die Projektgruppe besteht aus Vertretern der Ärzte und Zahnärzte des Kreises Steinburg, Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung, des Kreises Steinburg, der Ämter, des Klinikums Itzehoe und der LAG AktivRegion Steinburg e.V.

In der Projektgruppe wurde erörtert, warum der Beruf des Hausarztes im ländlichen Raum so gering nachgefragt wird. Weiterhin wurden alle Ämter und Städte des Kreises nach akutem Handlungsbedarf gefragt. Ziel der Befragung war es, Modellregionen für ein Projekt zu finden und in diesen Modellregionen Lösungen für den aktuellen Bedarf zu erarbeiten.

Interesse an einer Mitwirkung als Modellgemeinden/-regionen haben die Ämter Itzehoe-Land (Gemeinde Hohenaspe), Schenefeld (Gemeinde Wacken) und Wilstermarsch (gesamter Amtsbereich) mit der Stadt Wilster bekundet.

Insgesamt bleibt festzuhalten:

  • der Ärztemangel wird eine Daueraufgabe für Regionen sein
  • neben den reinen wirtschaftlichen und medizinischen Eckpunkten des Berufs Hausarzt, zunehmend die Standortqualitäten wichtig werden. Damit erhöhen sich die Einflussmöglichkeiten der Kommunen. Die KV sucht daher den Kontakt mit den Orten.

Inhalt:

Als Grundlagendaten sind vorhanden:

  • Gutachten des Klinikums Itzehoe zu der Fragestellung: Wie kann die medizinische Versorgung im Kreis Steinburg unter den Bedingungen der demografischen Entwicklung und des Fachkräftemangels gewährleistet werden? (Dezember 2010)
  • Aktuelle Daten zur ärztlichen Grundversorgung der Kassenärztlichen Vereinigung
  • Protokolle der bisherigen Projektgruppenarbeit

Der Kreis Steinburg ist stellvertretend für die Modellregionen Projektträger. Der Kreis wird einen Dienstleister beauftragen, der die Grundlagen ermittelt, die Vor-Ort-Modellprojekte begleitet und moderiert und hierauf aufbauend Lösungen für die Modellregionen erarbeitet.

Folgende Fragestellungen und Aufgaben sind zu beantworten und zu bearbeiten:

  • Wie funktioniert das "System Hausarzt"?
  • Was beeinflusst die Standortentscheidung eines angehenden Hausarztes bzw. was ist angehenden Hausärzten wichtig?
  • Wann sollte eine Gemeinde den Kontakt zum noch praktizierenden Arzt aufnehmen?
  • Wie können Gemeinde und KV zusammenarbeiten?
  • Wie sieht ein abgestuftes Vorgehen bei der Nachfolgersuche aus?
  • Wie kann auftretender Bedarf rechtzeitig erkannt werden?
  • Prüfung der Teilnahme an der Verbundausbildung
  • Nachfolgersuche über KV-Datenbanken etc.
  • Prüfung von Zweigstellenlösungen
  • Prüfung alternativer Lösungen (Gemeinde, KV, Klinikum)
  • Prüfung des ideellen und wirtschaftlichen Engagements der Partner
  • Darstellung der Möglichkeiten zur Unterstützung durch die Kommunen

Die Fragestellungen sind mit den Modellregionen zu erarbeiten und Lösungsansätze an ihren Beispielen zu prüfen. Durch die Entwicklung von regional angepassten Modellen und Projekten für die interessierten Ämter Itzehoe-Land (Gemeinde Hohenaspe), Schenefeld (Gemeinde Wacken) und Wilstermarsch (gesamter Amtsbereich mit der Stadt Wilster) soll die ärztliche Grundversorgung im Kreis Steinburg praxisorientiert gestaltet werden. Ein Handlungsleitfaden mit Empfehlungen, Möglichkeiten und Modellprojekten sowie beispielhaften Lösungsansätzen und modellhaften Vorgehensweisen soll für andere Kommunen erarbeitet und publiziert werden. Die Projektergebnisse sollen dann in den Leitfaden für Kommunen münden (Online-Leitfaden und pdf-Datei).

Die Erarbeitung von Lösungsvorschlägen und Modellprojekten soll mithilfe von Gesprächen mit den wesentlichen Akteuren in der jeweiligen Gemeinde und/oder Region sowie mit den Experten der Projektgruppe erfolgen. Die Projektumsetzung sowie die Auswahl des Dienstleisters werden durch die Projektgruppe begleitet. Der Dienstleister hat die Projektfortschritte und -erfolge zu dokumentieren und regelmäßig mit der Projektgruppe abzustimmen. Eine Teilnahme bei den Regionalgesprächen durch Vertreter der Projektgruppe ist ebenso vorgesehen.

Ziele:

Für die am Projekt teilnehmenden Modellregionen (Wilstermarsch, Wacken und Hohenaspe) soll beispielhaft ein Vorgehen für Kommunen erarbeitet werden, wie auf den drohenden Ärztemangel reagiert werden kann. Ziel ist es, eine musterhafte Herangehensweise für Gemeinden mit Schwierigkeiten im Bereich der ärztlichen Grundversorgung in Form eines Leitfadens herauszugeben.

  • Entwicklung von konkreten Projekten/Modellvorhaben für die interessierten Ämter und Gemeinden
  • Erstellung eines "Handlungsleitfadens zur Sicherung der ärztlichen Grundversorgung für Kommunen"
  • Etablierung einer festen Arbeitsstruktur auf Kreisebene (Arbeitsgruppe)

Besonderheiten:

In Schleswig-Holstein wurden zwar einzelne Studien zu Teilräumen hinsichtlich der Daseinsvorsorge/Ärztlichen Versorgung erstellt, dennoch wurden in keinem der Projekte auf die Kommune oder die Region passende Lösungen und Modelle entwickelt. Vielmehr wurden bestehende (bundesweite) Ansätze in den Studien dargelegt und bewertet. In dem Projekt Ärztliche Grundversorgung der AktivRegion sollen daher ganz bewusst angepasste Konzepte und Maßnahmen für die Modellregionen entwickelt werden. Die Erstellung eines Handlungsleitfadens ermöglicht es nachfolgend auch anderen Kommunen tätig zu werden.

Perspektiven:

Das Projekt Ärztliche Grundversorgung greift die Ergebnisse des Projektes Fachkräftebindung und -gewinnung der AktivRegion Steinburg auf.

Zudem hat der Kreis Steinburg das Projekt Demografischer Wandel angestoßen, in dem unterschiedliche Themenbereiche bearbeitet bzw. untersucht werden. Das Projekt Ärztliche Grundversorgung der AktivRegion sowie dessen Ergebnisse werden in dem Gesamtprozess des Kreises berücksichtigt.

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