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Klimaschutzinitiative Wilstermarsch

Stand:

10.04.2012

  • Kontakt:

Stadt Wilster über Amt Wilstermarsch
Kohlmarkt 25
25554 Wilster
Heiko Wiese (Projektträger)
Telefon: 0 48 23 / 94 82-16
E-Mail: wiese@wilstermarsch.de

ELER-Förderung:

ja

Finanzierung:

Gesamtkosten 75.450 Euro, Fördersumme: 34.871,85 Euro Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren. Nach jedem Projektjahr wurde der Erfolg überprüft und über die Fortführung neu entschieden. Der Kostenplan bezieht sich auf die Maßnahmen 1 und 2. Es wird von 50 umfänglichen Beratungen pro Jahr ausgegangen. Der beauftragte Energieberater erhält das Honorar für das Projektmanagement, für die Erfolgsdokumentation und einen Zuschuss pro Vor-Ort-Beratung.

Laufzeit:

01.01.2009 - 31.12.2012

Themen:

  • Erneuerbare Energien
  • Förderung regionaler Wirtschaft
  • Grundversorgung und Infrastruktur
    • Dienstleistungen
  • Klimawandel
    • Treibhausgas
  • Kunst, Kultur und Kulturerbe
    • Bauliches Erbe
  • Förderperiode:
  • ELER 2007 - 2013

Beschreibung

Zusammenfassung:

Die Klimaschutzinitiative Wilstermarsch unterstützt

  • Maßnahmen zur Einsparung von Energie und
  • den Einsatz regenerativer Energiequellen

in privaten Wohngebäuden.

Zu den Zielen zählen:

  • 50 ausführliche Energieberatungen pro Jahr (Fördergegenstand)
  • Reduzierung der CO2-Emissionen und damit Förderung des Klimaschutzes
  • Auslösen von privaten Investitionen, von denen das regionale Handwerk profitiert
  • Erhalt der Attraktivität der ländlichen Wohnstandorte durch Modernisierung der Altgebäude

Ausgangssituation:

Zahlreiche Altgebäude in den ländlichen Kommunen der Wilstermarsch sind unzureichend gedämmt, haben veraltete Heizungsanlagen und verbrauchen damit zu viel Energie. Dies belastet das Klima. Die steigenden Energie- und Mobilitätskosten sorgen in der Tendenz aber auch dafür, dass das Wohnen im ländlichen Raum im Verhältnis zum Wohnen in der Stadt teurer und damit vielfach unattraktiver wird.

Die bestehenden schon guten Fördermöglichkeiten zur energetischen Modernisierung der Gebäude sind noch zu wenig bekannt und für den Hausbesitzer zu kompliziert. In der energetischen Optimierung und im Einsatz regenerativer Energien liegt ein enormes Klimaschutzpotenzial aber auch ein besonderes wirtschaftliches Potenzial für den ländlichen Raum. Die energetische Sanierung der Gebäude wird in der Regel durch Fachfirmen (Handwerksfirmen) aus der Region durchgeführt, so dass durch eine Förderung der energetischen Sanierung der Gebäude, Aufträge fürs regionale Handwerk generiert werden.

Das Amt Wilstermarsch und der Regionalverein Wilstermarsch haben sich zum Ziel gesetzt, das Energiesparen in privaten Wohngebäuden in der Wilstermarsch zu fördern. Um eine sinnvolle Projektstruktur aufzubauen, müssen aktuelle Projekte und Programme zum Energiesparen in Wohngebäuden berücksichtigt werden.

Interessierte Hausbesitzer sollten sich in der Regel an einen qualifizierten Energieberater wenden, der das Gebäude analysiert und Vorschläge zur energetischen Optimierung unterbreitet. Die Vorschläge sollen dabei folgende Aspekte berücksichtigen: Bauphysik, Alter und Zustand der Gebäudeteile sowie der Heizungsanlage, veränderte Wohnbedürfnisse, Investitionskosten, Fördermöglichkeiten, Amortisationszeit, finanzielle Möglichkeiten des Eigentümers.

Eine zentrale Funktion kommt bei einer Gebäudesanierung dem Energieberater zu, der unabhängig beraten soll, den Gesamtüberblick über Fördermaßnahmen haben sollte und bautechnisch qualifiziert sein muss.

Auch bei der Energieberatung gibt es zurzeit schon unterschiedliche Ansätze: Im Rahmen des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projektes "sanieren und profitieren" wurden Handwerksbetriebe geschult, um eine erste ca. 30 minütige Beratung von Eigentümern mit einer Checkliste durchzuführen.

Auf Basis dieser kostenfreien Erstberatung sollen sich interessierte Hausbesitzer dann an einen qualifizierten Energieberater wenden. In der Wilstermarsch ist zurzeit kein Handwerksbetrieb für das Projekt "sanieren und profitieren" qualifiziert.

Weiterhin gibt es Energieberater, die mit der Verbraucherzentrale zusammen arbeiten (nächster Standort Itzehoe) und sogenannte BAFA-Berater. Dies sind Energieberater, die bei der BAFA gelistet sind. Für ihre Beratungstätigkeit können die Berater pro Beratungsfall einen Betreuungszuschuss in Höhe von 300 – 350 EUR bei der BAFA beantragen. So können die Beratungskosten reduziert werden. Derzeit sind 9 Energieberater aus dem Kreis Steinburg als BAFA-Berater gelistet. Hier ist also ein Markt vorhanden.

Inhalt:

Das Projekt setzt an folgenden Stellen an (Maßnahmen)

1. Maßnahme: Öffentlichkeitsarbeit für die Klimaschutzinititative Wilstermarsch

  • Im Projekt wird eine Projektgruppe gebildet, in dem folgende Akteure vertreten sind: Amt Wilstermarsch, Regionalverein Wilstermarsch, Handel- und Gewerbeverein Wilstermarsch (mit Vertretern des Handwerks), Banken und Sparkassen, Verein Haus und Grund, Energieversorgungsunternehmen.
  • Über die Projektgruppe wurde das Gesamtprojekt gesteuert. In dem Projekt selbst ist ein Budget für Öffentlichkeitsarbeit vorgesehen. Dieses ist vor allem für Informationen auf der Website der Region (www.wilstermarsch.de) sowie für eine Pressearbeit in den regionalen Zeitungen vorgesehen.

2. Maßnahme: Einrichtung einer zentralen "Energiekompetenzstelle Wilstermarsch", hier sollen

  • die Anfragen von Gebäudeeigentümern auflaufen und Erstinformationen zum Projekt gegeben werden,
  • eine sogenannte "Vor-Ort-Beratung" angeboten werden. Diese Vor-Ort-Beratung wird mit bis zu 350 EUR brutto von der BAFA gefördert. Es wird von Kosten in Höhe von 700 EUR netto bzw. 833 EUR brutto pro umfassender Energieberatung bis zur Beantragung der Fördermittel und der Baubegleitung ausgegangen. Die Energiekompetenzstelle erhält pro Vor-Ort-Beratung einen Zuschuss aus dem Förderprojekt, das bei der AktivRegion beantragt wird. Dadurch reduziert sich der private Eigenbeitrag.
  • der Projektfortgang sowie der -erfolg dokumentiert werden (Anzahl der teilnehmenden Hausbesitzer, ausgelöstes Investitionsvolumen).

3. Maßnahme: Durch das Amt Wilstermarsch wird die BAFA-Förderung aufgestockt und damit der Einsatz erneuerbarer Energie attraktiver gemacht. Grundlage hierfür bilden die aktuellen Fördermaßnahmen und Fördersätze der BAFA. Auf Vorlage des Zuwendungsbescheides der BAFA erhält der Hauseigentümer nochmals einen 50%igen Zuschuss des Amtes. Das Amt wird pro Jahr eine Gesamtfördersumme festlegen, um die Gesamtkosten kalkulieren zu können. Diese Fördersumme für Investitionen gemäß Nr. 3 beträgt pro Jahr 50.000 EUR.

Die Maßnahmen 1 und 2 sind Gegenstand des Förderprojektes in der AktivRegion. Die Maßnahme 3 wird vom Amt Wilstermarsch außerhalb des AktivRegionen-Förderprojektes finanziert. Die beiden Maßnahmen 1 (Öffentlichkeitsarbeit) und 2 (Energiekompetenzstelle) werden als Honorarauftrag extern vergeben.

Ziele:

Mit der Klimaschutzinitiative Wilstermarsch sollen das Energiesparen und der Einsatz regenerativer Energiequellen in privaten Wohngebäuden gefördert werden. Hiermit werden folgende Projektziele verfolgt:

  • Reduzierung der CO²-Emissionen und damit Förderung des Klimaschutzes
  • Auslösen von privaten Investitionen, von denen das regionale Handwerk profitiert.
  • Erhalt der Attraktivität der ländlichen Wohnstandorte durch Modernisierung der Altgebäude

Besonderheiten:

Jeder Bürger des Amtes Wilstermarsch kann das Angebot im Rahmen der Klimaschutzinitiative in Anspruch nehmen.

  • Akteure aus dem Bereich Klimaschutz, Architekten, Handwerker und die Verwaltung arbeiten eng zusammen.
  • Das gesamte Projekt ist auf andere Regionen übertragbar.
  • Aufgrund des Klimawandels hat das Projekt eine immense Bedeutung.
  • Die finanzielle Unterstützung durch das Amt Wilstermarsch und die personelle Begleitung durch den Regionalverein Wilstermarsch sind vorbildlich und tragen zu einer erfolgreichen Umsetzung bei.

Das Projekt ist zurzeit landesweit einmalig und hat den Sonderpreis 2009 der Energieolympiade Schleswig-Holstein gewonnen.

Perspektiven:

Neben den privaten Wohngebäuden wurden auch die Gebäude mit einer öffentlichen Nutzung untersucht. Für rund 20 Gebäude stehen (umfangreiche) Maßnahmen zur energetischen Optimierung an. Es ist beabsichtigt, einige Maßnahmen mit den Mitteln aus dem health check-Schwerpunkt umzusetzen.

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