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  • Leader-Aktionsgruppe Altbayerisches Donaumoos
    Harald Müller
    LAG-Manager
    Tel.: 08454 9141-26
    E-Mail: info@altbayerisches-donaumoos.de
    www.altbayerisches-donaumoos.de

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"Wir füreinander wäre ohne LEADER nicht denkbar"

Harald Müller, LAG-Manager der Leader-Aktionsgruppe Altbayerisches Donaumoos; Bild: privat

Interview mit Harald Müller, LAG-Manager der LEADER-Aktionsgruppe Altbayerisches Donaumoos in Bayern

Herr Müller, was ist das Besondere für Sie an LEADER im Vergleich zu anderen Fördertöpfen?

Die Einbindung von lokalen Akteuren in die Gestaltung und Umsetzung einer regionalen Entwicklungsstrategie ist für mich das Besondere an LEADER. Hier spiegelt sich die Meinung der Menschen aus der Region wider, nicht jene von externen Experten, die zu wissen meinen, was für die Region gut und wichtig ist. LEADER ist zudem das einzige Förderprogramm der EU, das zu seiner Umsetzung ein eigenes lokales Management vorsieht und auch mitfinanziert. Nichtsdestotrotz schielen wir auch auf andere Fördertöpfe und nutzen diese.

Was bewirkt LEADER darüber hinaus?

LEADER besteht aus "Lokalen Akteuren", die in einem selbst verfassten Entwicklungskonzept festschreiben, was in einer LAG gefördert und umgesetzt werden kann. Diese Strategieentwicklung ist meines Erachtens sehr sinnvoll, da sich auf diese Weise viele Menschen aus unserer Region über die Zukunft Gedanken machen. Alleine das bewirkt meist schon einen positiven Entwicklungsschub. Darüber hinaus verstärkt LEADER den Netzwerk- und Kooperationsgedanken auf regionaler, nationaler und transnationaler Ebene. Weg vom "Kirchturmdenken" – hin zum Erfahrungsaustausch und zur konstruktiven und effizienten Zusammenarbeit. Die Mehrzahl der LEADER-Projekte in dieser Förderperiode waren interkommunale Projekte.

Was wäre denn ganz konkret ohne LEADER in Ihrer Region nicht passiert?

Die Region hat seit 2004 begonnen, ein Wanderwegenetz aufzubauen, das jetzt mit LEADER als Teil des ELER-Fonds abgeschlossen werden kann. Mit mehr als 300 Kilometern Wanderwegen in allen Teilen der Region haben wir eine touristische Infrastruktur geschaffen, die aus unserer landschaftlich sehr heterogenen Gegend wahrlich eine Wanderregion gemacht hat. Die gilt es, nun nicht nur Naherholungssuchenden, sondern auch Touristen näherzubringen. Auch kooperative soziale Projekte wie zum Beispiel unsere nahezu flächendeckende Nachbarschaftshilfe "Wir füreinander" wären ohne LEADER nicht auf den Weg gebracht worden. Das Projekt wird mittlerweile in der nordrhein-westfälischen LAG "Der Selfkant" eins zu eins übertragen. Zurzeit arbeiten wir an einem Projekt zum Aufbau einer Regionalmarke – auch dies wäre ohne den LEADER-Ansatz nicht denkbar. Darüber hinaus werden viele Entwicklungsprozesse in der Region mit der LEADER-Arbeitsweise in Gang gesetzt, ohne gleich LEADER-Projekte zu sein.

Was wünschen Sie sich für die kommende Förderperiode?

Schön wäre, wenn LEADER in unserer Region fortgeführt würde und auch die Umsetzung von nationalen und transnationalen Kooperationsprojekten auf gleicher Augenhöhe realisiert werden könnte. Bisher erschweren die unterschiedlichen Herangehensweisen und Fördersätze diese Arbeit. Wünschenswert wäre eine Verfahrensvereinfachung bei der Genehmigung von Kleinprojekten. Auch wünschenswert, aber wohl illusorisch, wäre ein schlankerer Bürokratismus.

Was unterscheidet Ihre LEADER-Region von anderen?

Die Stärke unserer Region ist die geografische Vielfalt – Jura, Donautal und Donauauen, Donaumoos, tertiäres Hügelland und Paartal sind regionale Besonderheiten. Dies bedingt auch, dass die Menschen, die in unserer Region leben, unterschiedliche Herkünfte und Sozialisationen aufweisen, was aber für den Entwicklungsprozess durchaus fruchtbar und belebend ist. Unsere Region ist eng mit dem prosperierenden Wirtschaftsraum um Ingolstadt herum verbunden, demzufolge müssen wir bestrebt sein, unseren Natur-, Lebens- und Wirtschaftsraum weiterhin zu stärken, getreu nach unserem Motto "Gemeinsam stark".

Das Gespräch führte Anke Wehmeyer.

Harald Müller ist seit April 2004 LAG-Manager der LEADER-Aktionsgruppe Altbayerisches Donaumoos in Bayern. Als Diplom-Verwaltungswirt ist er mit den verwaltungstechnischen Abläufen vertraut, erlebt aber bei LEADER doch immer wieder Neues. Ihn begeistert das Bestreben der Bürger, ihre Region weiterzuentwickeln und enger zusammenzuarbeiten.


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