Zum Inhalt

Marginal-Spalte (weiterführende Informationen zum Thema)

Hauptnavigation

Ein Webangebot der:

Europäischer Landwirtschaftsfonds
für die Entwicklung des
ländlichen Raums:
Hier investiert Europa in die
ländlichen Gebiete.

 

Inhalt

Neue Maßnahme "Artikel 35 - Kooperationen"

In der ELER-Förderphase 2014 bis 2020 gibt es mit der Förderung der Zusammenarbeit (Artikel 35 der neuen ELER-VO 1305/2013) eine neue Maßnahme. Schwerpunkt ist die Förderung von Zusammenschlüssen verschiedener Akteure und insbesondere auch die Förderung von Personalkosten und weiteren Kosten, die Kooperationen mit sich bringen.

Artikel 35 - Zusammenarbeit
(1) Die Förderung im Rahmen dieser Maßnahme wird zur Unterstützung von Formen der Zusammenarbeit gewährt, die mindestens zwei Einrichtungen und insbesondere Folgendes betreffen:

a) Konzepte für die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren im Agrarsektor, im Forstsektor und der Nahrungsmittelkette der Union und anderen Akteuren, die dazu beitragen, die Ziele und Prioritäten der Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums zu verwirklichen, einschließlich Erzeugergemeinschaften, Genossenschaften und Branchenverbänden;

b) die Schaffung von Clustern und Netzwerken;

c) die Einrichtung und Tätigkeit Operationeller Gruppen (OGs) der EIP "Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit" gemäß Artikel 56.

Zur ELER-VO, (PDF-Datei)

Umsetzung in den Ländern

Alle Bundesländer außer dem Saarland setzen EIP-Agri um und fördern entsprechende Operationelle Gruppen über "Artikel 35 - Zusammenarbeit" (M16.1, M16.2).

ELER-Maßnahme "Zusammenarbeit" - Teilmaßnahmen in den Ländern; Bild: DVS

Zur Grafik im PDF-Format

Ausführliche Liste förderfähiger Zusammenarbeitsformen nach Artikel 35, Maßnahme M16:

M 16.1: Unterstützung für die die Einrichtung und Tätigkeit operationeller Gruppen der EIP "Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit"

M 16.2: Förderung von Pilotprojekten der Entwicklung neuer Erzeugnisse, Verfahren, Prozesse und Technologien

M 16.3: (andere) Zusammenarbeit zwischen kleinen Wirtschaftsteilnehmern bei der Organisation von gemeinsamen Arbeitsabläufen und der gemeinsamen Nutzung von Anlagen und Ressourcen sowie der Entwicklung und Vermarktung von Tourismus

M 16.4: Förderung für die horizontale und vertikale Zusammenarbeit zwischen Akteuren der Versorgungskette zur Schaffung und Entwicklung kurzer Versorgungsketten und lokaler Märkte und für Absatzförderungsmaßnahmen in einem lokalen Rahmen im Hinblick auf die Entwicklung kurzer Versorgungs-ketten und lokaler Märkte

M 16.5: Förderung für gemeinsames Handeln im Hinblick auf die Eindämmung des Klimawandels oder die Anpassung an dessen Auswirkungen und für gemeinsame Konzepte für Umweltprojekte und die gegenwärtig angewendeten ökologischen Verfahren

M 16.6: Zusammenarbeit zwischen Beteiligten der Versorgungskette zur nachhaltigen Bereitstellung von Biomasse zur Verwendung für die Lebensmittel- und Energieerzeugung sowie für industrielle Verfahren

M 16.7: Unterstützung für lokale Entwicklungsstrategien, die nicht unter die von der örtlichen Bevölkerung betriebenen Maßnahmen zur lokalen Entwicklung fallen

M 16.8: Unterstützung für die Ausarbeitung von Waldbewirtschaftungsplänen oder gleichwertigen Instrumenten

M 16.9: Unterstützung für die Diversifizierung von landwirtschaftlichen Tätigkeiten durch Tätigkeiten in den Bereichen Gesundheitsversorgung, soziale Integration, gemeinschaftsunterstützte Landwirtschaft sowie Bildung in Bezug auf Umwelt und Ernährung

M 16.10: Sonstiges

Weitere Beispiele

Landschaftspflege- und Landschaftserhaltungsverbände

Die Umsetzung des Schutzes der Kulturlandschaft wird in vielen Regionen von akteursübergreifenden Gremien oder Gruppen betrieben. Sie haben je nach Region verschiedene Namen und rechtliche Verfassungen.

Der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) ist die deutsche Dachorganisation der Landschaftspflegeverbände (LPV). Landschaftspflegeverbände sind freiwillige Zusammenschlüsse von Naturschutzverbänden, Landwirten und Kommunalpolitikern, die gemeinsam vor Ort naturnahe Landschaftsräume erhalten oder neu schaffen wollen. Die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen wirken gleichberechtigt zusammen; im Vorstand sind sie jeweils mit der gleichen Anzahl an Personen vertreten. Diese sogenannte "Drittelparität" aus Naturschutz, Landwirtschaft und Politik wird allgemein als faire und ausgewogene Konstruktion empfunden; sie schafft Vertrauen und fördert den praktischen Erfolg der Arbeit.

2013: Englische Broschüre über Akteursbeteiligung und gute Beispiele der Landschaftspflege: Caring together for nature: A manual on land stewardship as a tool to promote social involvement with the natural environment in Europe (nur auf Englisch verfügbar)

Gemeinschaftlicher landwirtschaftlicher Agrarumweltschutz

In den Niederlanden gibt es die Tradition der Landwirtschaftlichen Naturvereine (in Deutschland durch Prof. Konrad Hagedorn als Umweltgenossenschaften benannt), in denen sich Landnutzer zusammenfinden, den Agrarumeltschutz in die Hand nehmen und sich dazu in regionalen Vereinen organisieren.

Solche Zusammenschlüsse von Landwirten stärkt die EU seit 2014 durch den ELER. Entsprechende Organisationen ("Gruppierungen von Landwirten") können regional den Agrarnaturschutz für organisieren und dafür einen erhöhten Transaktionskostensatz geltend machen (siehe Artikel 28, ELER Verordung, PDF-Datei). Außerdem sollen die Organisationen als Kooperation gefördert werden können (Artikel 35, ELER Verordung, PDF-Datei).

Seit Januar 2016 wird der Agrarumweltschutz in den Niederlanden nur noch über die aus den niederländischen Naturvereinen hervorgegangenen 39 Kollektiven abgewickelt (über Artikel 28 ELER-Verordnung).

Vorträge über die neu gestaltete niederländische Agrarumweltförderung mit Kollektiven:

Hauptnavigation

Service-Navigation

###ETRACKER###