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Marktplatz für Dörfer – Gesellschaft selber machen

Workshop am 29. November 2017 in Berlin

Kooperation mit dem Fünften Forum des Programms "Neulandgewinner. Zukunft erfinden vor Ort" der Robert Bosch Stiftung

Akteuere aus ganz Deutschland kamen auf dem Marktplatz für Dörfer zusammen. Bild: DVS

Dokumentation des Workshops auf der Neulandgewinner-Seite

Neue Produkte, neue Ideen, neue Gemeinschaften – die Aktivitäten im ländlichen Raum sind genauso vielfältig wie die Akteure. Ende November trafen sich 160 von ihnen in Berlin.

Wie werden Dörfer lebenswerter? Wie entsteht aus einem kleinen Projekt eine große Bewegung? Ist es die Aufgabe der Bürger, das Miteinander zu stärken? Und wo finden Freiwillige Rückhalt? Beim Marktplatz für Dörfer suchten Aktive aus ländlichen Regionen Antworten auf diese Fragen gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien. Das Motto des dritten Marktplatzes lautete "Gesellschaft selber machen".

Ideenlabore

Das Nachmittagsprogramm wurde von Ideenlaboren bestimmt: In sieben Workshops diskutierten die Interessierten ihre Vorschläge und Perspektiven.

In den Ideenlaboren arbeiteten Kleingruppen an speziellen Fragestellungen. Bild: DVS

Eines der Labore stellte die Kultur in den Mittelpunkt: Welche Impulse kann sie für die Entwicklung der Region geben? Was benötigen Kulturschaffende, um erfolgreich wirken zu können? Kultur bewegt – das Ideenlabor hat dies einmal mehr anschaulich gezeigt. Deutlich wurde außerdem die Differenz zwischen den Künstlern und ihren Auffassungen, was Kunst leisten kann auf der einen Seite und dem, was andere von Kunst erwarten und was Kunst und Kultur zur Entwicklung ländlicher Regionen beitragen auf der anderen.

Im größten der Ideenlabore ging es um die Frage, was ein lebenswertes Dorf ausmacht. Die Teilnehmer der vier Arbeitsgruppen waren sich grundsätzlich einig, brachten aber zum Teil sehr unterschiedliche Voraussetzungen mit: Während Breitbandanschluss, Dorfkneipe oder Kita in den Dörfern im Westen meist vorhanden sind, fehlen sie in denen im Osten häufig. Einen Konsens fanden die Gruppen dennoch. Sie präsentierten, was zukunftsfähige Dörfer brauchen: Partizipative Dorfentwicklung, die alle einlädt, sich zu beteiligen. Orte der Begegnung, an denen Ideen entstehen können. Befähigung der Akteure durch Austausch und Schulungen. Eine am Gemeinwohl orientierte Ökonomie. Und mehr Wertschätzung für die Chancen und Freiräume, die das Dorfleben bietet.

Ideen für ein lebenswertes Dorf; Bild: C Robert Bosch Stiftung, Foto Jörg Gläscher

Die Teilnehmer konzentrierten sich in den Arbeitsgruppen zuerst auf die Prozesse, Fördermöglichkeiten spielten erst hinterher eine Rolle in den Diskussionen.

Mehr Wertschätzung

In der abschließenden Diskussion der Veranstaltung wurde unter anderem gefordert, dass sich nicht die Ideen an Förderprogramme anpassen, sondern die Förderprogramme Raum für selbstinitiierte Entwicklungen bieten sollten. Sehr kontrovers wurde in diesem Zusammenhang die Handhabbarkeit von LEADER-Mitteln diskutiert. Doch in einem Punkt waren sich alle einig: Akteure sollten mehr Wertschätzung erfahren.

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