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Kirche und LEADER – Welten verbinden und Kräfte bündeln

Workshop vom 6. bis 8. März 2019 in Altenkirchen (Westerwald)

Kooperationsveranstaltung mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Dienststelle Brüssel, dem Deutschen Caritasverband, der Diakonie Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz

Notizzettel hängen an einer Pinnwand
Beispielhafte Ergebnisse aus den Praxisforen (Klick öffnet ganzes Bild), Foto: Helpap/DVS

Wie aktiv sind Kirchen und ihre Wohlfahrtsverbände als Akteure in LEADER-Aktionsgruppen? Wie kann die Zusammenarbeit in Zukunft gestärkt werden?

Diese Fragen stellten sich über 120 Vertreter von LEADER-Aktionsgruppen und kirchlichen Institutionen, die vom 6. bis 8. März in den Westerwald kamen. Mit der Evangelischen Kirche in Deutschland, dem Deutschen Caritasverband, der Diakonie Deutschland, der Deutschen Bischofskonferenz und weiteren Kooperationspartnern hatte die DVS die Akteure eingeladen, sich besser kennenzulernen, Praxiserfahrungen auszutauschen und zu überlegen, wie die Zusammenarbeit intensiviert werden sollte.

In LEADER-Aktionsgruppen (LAGs) kommen Menschen zusammen, um mit Engagement und Ideen gemeinsam ländliche Regionen zu gestalten. Auch Kirchen und kirchliche Wohlfahrtsverbände beschäftigen sich mit ländlicher Entwicklung.

Erfahrungsaustausch und Grundsätzliches

Und dazu gehört: Sich einmischen, Spielräume nutzen und Kirche im Gemeinwesen verankern. Denn nur so könne Kirche in Zeiten des Wandels relevant sein, sagte Ralf Kötter vom Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Evangelischen Kirche von Westfalen. Susanne Melior, Mitglied des Europäischen Parlaments, betonte, dass LEADER auch zukünftig wichtig bleibe, um die Bürger im ländlichen Raum zu aktivieren. Denn nur die praktische Beteiligung vor Ort könne die Menschen von Europa überzeugen.

Kurzvorträge, Praxisforen und Exkursion

Projekte der Kirchen: Die Teilnehmer lernten das Kirchen-Netzwerk und touristische Projekte kennen, sowie solche, deren Fokus auf Jugendengagement oder in der Gemeinwesenarbeit liegt. Für wichtig hielten die Diskussionsteilnehmer, dass zwischen kirchlichen Akteuren und den LEADER-Regionen ein Austausch stattfindet, denn die Kirche könne nicht nur ihr Engagement einbringen, sondern auch ihre Strukturen, die anderen, kleinen Trägern zugutekommen.

Thementische und Ausblick

An Thementischen spannte sich der Bogen von Projektthemen wie Umgang mit Leerständen, Nachhaltigkeit konkret, neuen Wohnformen in der alternden Gesellschaft über Netzwerkthemen hin zu regionalpolitischen Forderungen, Kirche und LEADER-Gruppen mögen doch (noch) aktiver aufeinander zugehen.

Hartmut Berndt von der Bundesarbeitsgemeinschaft der LEADER-Aktionsgruppen betonte, dass soziale Themen stärker in den Fokus der ländlichen Entwicklung gehörten inklusive passgenauer Förderung. Superintendent Stefan Berk vom Kirchenkreis Wittgenstein verwies darauf, dass LEADER jedoch nicht Ersatz für fehlende Mittel der Kirchen sein könne.

Downloads und Links

Mittwoch, 6. März 2019

Donnerstag, 7. März 2019

Gelebte Praxis – Kurzvorträg

  • Neue Begegnungsräume schaffen im Spree-Neiße-Land
    Katrin Lohmann, Regionalmanagement LAG Spree-Neiße-Land, Brandenburg

    Umbau und Ausbau des Pfarrhauses in Leuthen zur Nutzung als Sozialprojekt
    Projektbeschreibung

    Kirche Plus
    Projektbeschreibung
  • StadtLand: Kirche – Querdenker für Thüringen
    Ulrike Rothe, Internationale Bauausstellung (IBA) Thüringen

    StadtLand:Kirche. Querdenker für Thüringen 2017
    Website des Projekts

    2 000 Kirchen in Thüringen – Kirche multifunktional
    Projektbeschreibung

    St. Annen-Kapelle in Krobitz – die Flammenorgel zieht an
    Projektbeschreibung

    Her(r)bergskirche in Neustadt am Rennsteig – Andacht und Tourismus

    Projektbeschreibung

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