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EIP-Projekte aus Hessen, Thüringen und Niedersachsen

Transferbesuch am 26. und 27. September 2016 in Hessen und Thüringen

Die Umsetzung der neuen Fördermaßnahme im ELER – Europäische Innovationspartnerschaft "Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit", kurz EIP-Agri, schreitet voran: in sieben von zwölf Bundesländern, die EIP im ELER programmiert haben, laufen bereits Projekte. Eine nachhaltige und produktive Landwirtschaft – dieses Ziel möchte EIP-Agri mit innovativen Projekten erreichen. Um praxisnahe Projekte nach dem Bottom-up-Prinzip umzusetzen, haben sich in den meisten Bundesländern bereits Partner aus Landwirtschaft, Beratung und Wissenschaft in Operationellen Gruppen zusammengeschlossen.

Einblick in erste EIP-Projekte

Von den zum Zeitpunkt der Veranstaltung 69 bewilligten EIP-Projekten in Deutschland, konnten die Teilnehmer des Transferbesuchs vor Ort und durch Vorträge einen ersten Einblick in vier Projekte gewinnen. Diskutiert wurden dabei nicht nur Ziele und Inhalte der Projekte, sondern immer auch die Herausforderungen bei der Bildung der OGs und der Antragsstellung.

OG "Biohuhn"

Die OG "Biohuhn" auf dem Bioland-Hof Eisenach in Guntershausen-Baunatal befasst sich mit der Vermarktung von Althühnern und Brudertieren durch innovative Produktlinien. "Dieses Thema beschäftigt die Biobranche schon lange, denn das Futter eines Biohuhns ist mit Sicherheit besser, als die Nahrung manch eines Verbrauchers.", so Betriebsleiter Eisenach. Nun soll beim Verbraucher das Bewusstsein und damit die Nachfrage für das "Ganze Huhn" als Lebensmittel geweckt werden. Satt klassischen, aber auch etwas aus der Mode gekommenen Gerichten wie Hühnersuppe und Hühnerfrikassee, entwickelte die OG ein asiatisch anmutendes Convenience-Produkt "Hühnerbrust sousvide" aus dem Fleisch der Legehennen. Die Teilnehmer des Transferbesuchs hatten als Erste die Möglichkeit es zu testen. Als nächstes will die OG eine Marke dafür entwickeln und die gesamte Vermarktungsschiene etablieren.

OG "Thüringer Beratungs- und Managementsystem Caudophagie"

Nächstes Ziel des Transferbesuchs war die Maststallanlage in Ettischleben. In der ehemaligen Rindviehanlage werden heute 4.800 Sauen mit Ferkelaufzucht gehalten. "Immer einen Schritt voraus sein", so die Betriebsleiterin, "das ist unser Anspruch". So kam es zur Gründung der OG "Thüringer Beratungs- und Managementsystem Caudophagie", die sich mit Ursachen für das Auftreten des Schwanzbeißens beschäftigt. Diese sollen betriebsspezifisch benannt werden um sie zielgerichtet unter praktischen Bedingungen abstellen zu können. Die OG umfasst 16 weitere Aufzucht- und Mastbetriebe. Am Abend erläuterten Dr. Simone Müller von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft und die Betriebsleiterin der Maststallanlage das Projekt in einem Vortrag.

OG "PIG HEALTH Lern-Netzwerk"

In einem weiteren Vortrag stellte Dr. Hubert Gerhardy, Leadpartner der OG "PIG HEALTH Lern-Netzwerk" aus Niedersachsen, das Projekt seiner OG in einem Abendvortrag vor. Ziel dieses Projekts ist die Reduzierung des Einsatzes von Antibiotika. Hierzu soll ein LERN-Netzwerk für die Verstetigung der Sensibilisierung zu einer Verbesserung von Hygiene- und Gesundheitsmanagement in der Schweineproduktion entwickelt werden.

OG "Trinkjoghurt für Schwangere, stillende Mütter und Kinder zur Sicherung der Versorgung mit mehrfach ungesättigten n-3 Fettsäuren"

Am zweiten Tag des Transferbesuchs besuchte die Gruppe die HERZGUT Landmolkerei eG in Rudolstadt. Die Molkerei besteht als letzte Genossenschaftsmolkerei in Thüringen seit guten 100 Jahren an diesem Standort. Frau Weimann die Geschäftsführerin, stellte gemeinsam mit ihrer Kollegin die Molkerei, ihre Zulieferer und ihre Produkte vor. Sie betonte, dass die relativ kleine Molkerei eine Chance im Zukunftsmarkt der Lebensmittel für gesundheitsbewusste Menschen sieht. Zwanzig Milchbauern beliefern die Molkerei mit 70.000.000 Kilogramm Rohmilch pro Jahr. Einige davon liefern die Ausgangsmilch für die Premiummilch der Molkerei, welche durch eine Extraportion Raps reich an ungesättigten Fettsäuren ist. Diese hochwertige Milch und die langjährige Zusammenarbeit mit der Universität Jena führte zur Bildung der noch nicht bewilligten OG "Trinkjoghurt für Schwangere, stillende Mütter und Kinder zur Sicherung der Versorgung mit mehrfach ungesättigten n-3 Fettsäuren". Herr Professor Lorkowski, Leiter der Einrichtung Biochemie der Ernährung, erläuterte den Exkursionsteilnehmern die Relevanz von diesen ungesättigten Fettsäuren in der Ernährung von Schwangeren.

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