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Mehr Profil für unser Dorf!

Exkursion ins Staatsarchiv; Foto: pro_t_in

Name der Leader- oder ILE-Gruppe:

ILE-Region Südliches Osnabrücker Land

Bundesland:

Niedersachsen

Wettbewerbskategorie:

Starke Dorfgemeinschaft


Projektbeschreibung:

"Mehr Profil für unser Dorf!" lautet das Motto in den Orten der ILE-Region Südliches Osnabrücker Land (Bad Iburg, Bad Rothenfelde, Bad Laer, Dissen aTW, Hilter a.T.W und Glandorf). Wie belebt man das Dorf und stärkt die Dorfgemeinschaft? Diese Fragen bilden den Ansatzpunkt der Initiative. Das "attraktive Dorf" steht für mehr als nur Einkaufsmöglichkeiten, gute Infrastruktur und ärztliche Versorgung: Dörfliches Leben ist geprägt von Tradition und Pflege überlieferten Brauchtums. Die Sicherung dieser dörflichen Tradition und ihre Weitergabe sind wichtige Aufgaben, denen man sich im Südlichen Osnabrücker Land annimmt!

Ziel des Projektes ist, die "weichen" Faktoren zu fördern, die ein Dorf lebenswert machen: Traditionspflege, Wir-Gefühl, Dorfgemeinschaft. Jedes Dorf soll wissen, wofür es steht und das eigene Profil stärken, aber auch Gemeinsamkeiten entdecken. Das Projekt richtet sich direkt an die Menschen und stärkt das Wir-Gefühl sowie das ehrenamtliche Engagement im Ort. Dabei werden Vereine und historisch interessierte Menschen vernetzt, die ihre Erfahrungen und ihr Wissen austauschen und weitergeben sowie gemeinsam Projektideen entwickeln.

Die Heimat- und Kulturvereine sind die wichtigsten Akteure vor Ort, die sich für Bewahrung und Vermittlung örtlichen Brauchtums und örtlicher Geschichte einsetzen – und seit 2010 werden sie bei dieser Aufgabe unterstützt. Ein Netzwerk der örtlichen Heimat- und Kulturvereine mit etwa 50 Teilnehmern erarbeitet mit dem Regionalmanagement Strategien zur Sicherung und Weitergabe regionalen Wissens.

Zweiter Schwerpunkt des Projektes ist die Unterstützung bei Gründung bzw. Ausbau von dörflichen Versammlungsorten, hier insbesondere Heimatmuseen und Heimathäuser. Langfristig soll so sichergestellt werden, dass die Vereine das Rüstzeug erhalten, um ihre Arbeit in den Orten erfolgreich umzusetzen, um Wissen zu transportieren und interessierten "Nachwuchs" zu gewinnen. Auf diese Weise wirkt das Projekt nachhaltig auf die Stärkung der Dorfgemeinschaft.

Attraktivität des Dorfes:

Wie wird mit Hilfe des Projektes die Attraktivität des Dorfes gesteigert?

Die Attraktivität des Dorfes steigt durch das Bewusstsein für die gemeinsame Historie. Wissen wofür das Dorf steht und sich selbst als Teil einer Dorfgemeinschaft wahrnehmen – das sind wichtige Voraussetzungen, um den Menschen eine Perspektive zu geben. Identität und eine aktive Dorfgesellschaft verwurzeln junge Menschen im Dorf und mindern die Abwanderung. Dies wirkt der Überalterung und dem drohenden Fachkräftemangel entgegen. So wird ein aktiver Beitrag dazu geleistet, dass die Dörfer im Südlichen Osnabrücker Land auch zukünftig noch ein attraktives Profil vorweisen können.

Aktive Dorfgemeinschaft:

Wurde bzw. wird das Gemeinschaftsgefühl gesteigert? Arbeiten für das Projekt verschiedene Akteursgruppen zusammen?

Die Maßnahmen zur Stärkung des Profils bringen die Menschen in den Dörfern zusammen, sie beteiligen sich aktiv am Gelingen des Projektes. Örtliche Heimatforscher, kirchlich Engagierte und interessierte Laien arbeiten hier an einem gemeinsamen Thema. Sie zeigen Einsatz und motivieren sich gegenseitig. Auch Anbieter von touristischen Dienstleistungen profitieren von den neu entstehenden Angeboten wie dem "Haus der Geschichte", das 2011 eröffnet wurde. Die Kommunen zeigen durch die Unterstützung des Projektes die Wertschätzung für die Arbeit der ehrenamtlich Engagierten.

Nachhaltiger Charakter:

Ist das Projekt so angelegt, dass es auch langfristig laufen und funktionieren wird? Könnte das Projekt auf andere Dörfer übertragen werden?

Die Stärkung und Professionalisierung der Angebote der Vereine vor Ort geben neue Impulse für die Vereinsarbeit. Neue Angebote und die Anregung, sich Referenten einzuladen, tragen zu einer Attraktivitätssteigerung der Heimat- und Kulturvereine bei. Berührungsängste gegenüber Institutionen wie Staats- oder Diözesanarchiven werden abgebaut, was neue Quellen erschließt und einen erleichterten Zugang zu Experten ermöglicht. Die Vereine werden befähigt, sich selbst zu helfen und ihr Wissen zu sichern. Noch tritt das Regionalmanagement als Koordinator und Motivator auf; auf lange Sicht werden die Vereine diese Aufgaben eigenständig übernehmen können.

Integrierte Ländliche Entwicklung:

Wie ist das Projekt bzw. sind die Projektträger in die Arbeit der ILE- oder Leader-Region eingebunden? Wie intensiv ist diese Zusammenarbeit?

"Mehr Profil für unser Dorf!" hat seinen Ursprung in der ILE-Kooperation des Südlichen Osnabrücker Landes. Es wurde von Beginn an durch das Regionalmanagement begleitet, das als Motor für das Projekt diente. Dabei wurde ein konsequenter Beteiligungsansatz verfolgt: Ein gemeindeübergreifender Arbeitskreis wurde gegründet, um Themenschwerpunkte festzulegen und konkrete Ideen und Maßnahmen zu entwickeln. Ein Konzept wurde erstellt und im Arbeitskreis gemeinsam abgestimmt. Die ILE-Lenkungsgruppe wird im Rahmen des Prozesses regelmäßig informiert und bringt Anregungen aus den Verwaltungen ein.

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