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Gemeindeschwester entlastet den Hausarzt: „Medizinisches Zentrum Lübbenau“

Die Gemeindeschwester bei der Arbeit

Die Gemeindeschwestern vom Medizinischen Zentrum Lübbenau haben zahlreiche Aufgaben: Krankenschwester, Sozialarbeiterin und Vertraute in einer Person. Weil die Anzahl der niedergelassenen Hausärzte stetig abnimmt, sind sie das Bindeglied zwischen Patient und Arzt.

Gemeindeschwester schließt die Lücke

Etwa ein Drittel der Hausärzte in den östlichen Bundesländern wird bis 2011 in den Ruhestand treten. Oft ist die Nachfolge nicht gesichert, so dass in einigen ländlichen Regionen in naher Zukunft Lücken in der hausärztlichen Versorgung zu befürchten sind oder bereits heute bestehen. Gleichzeitig steigt mit dem demografischen Wandel der Bedarf an ärztlicher Versorgung. Vor diesem Hintergrund hat das Medizinische Zentrum Lübbenau im Jahr 2006 das Konzept der Gemeindeschwester wieder ins Leben gerufen. Seitdem schließt die Gemeindeschwester die entstandenen Lücken in der hausärztlichen Versorgung.

Mobile Fachkräfte für Diagnostik und Therapie

Wenn die Patienten nicht mehr zum Arzt kommen können, kommt die Gemeindeschwester zu ihnen nach Hause. Das Hauptaugenmerk der Arbeit der Gemeindeschwester liegt in der Übernahme von delegierten diagnostischen und therapeutischen Tätigkeiten. Dank dem Einsatz der Telemedizin können Schwestern und Ärzte jederzeit über die Behandlungsschritte beraten.
 Auch wenn ausdrücklich die Pflege nicht zu den Tätigkeiten der mobilen Schwestern gehört, haben sie oft offene Augen und Ohren für die großen und kleinen Dinge im Alltag der Patienten. Mit der Arzneimittelkontrolle oder der Sturzprävention bekommen die Patienten einen wichtigen Schutz für das selbständige Leben zu Hause.

Hohe Akzeptanz bei allen Beteiligten

Die Zufriedenheit der Patienten ist ein Beleg für den Erfolg des Konzepts Gemeindeschwester. Dies belegt auch die Projektstudie AgnES der Universität Greifswald an der 44 Hausärzte, 40 Krankenschwestern und Arzthelferinnen und etwa 1.500 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 78 Jahren teilgenommen haben. Mit über 10.000 Hausbesuchen wurde die Arbeit der Hausärzte deutlich entlastet. Die Zusammenarbeit zwischen dem Arzt und der Schwester ermöglicht somit auch die hausärztliche Versorgung einer höheren Patientenzahl. 95 Prozent der teilnehmenden Patienten können sich vorstellen, dass eine Gemeindeschwester Hausbesuche übernimmt und der Hausarzt nur bei dringendem medizinischem Bedarf tätig wird.

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