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Positionen und Statements

(berlin, 21. Januar 2009) Rund 130 Teilnehmer beteiligten sich an der Tagung „Landwirte in regionalen Entwicklungsprozessen - aktiv in eigener Sache und für die Region“ im Rahmen der IGW am 21. Januar 2009, die der Verband der Landwirtschaftskammern (VLK) und die DVS gemeinsam durchgeführt hatten.
Bei der abschließenden Diskussion wurden die verschiedenen Blickwinkel, Herausforderungen und Potentiale deutlich:
- Laut Anna Oberlerchner von der europäischen Kommission ist für Leaderprojekte wichtig, dass sie den Zielen der ländlichen Entwicklung dienen, sie müssen jedoch nicht zwingend mit den Maßnahmen der Regelförderung (Schwerpunktachsen 1-3 des ELER) übereinstimmen. Wichtig seien aus Sicht der Kommission auch Ausbildung und Weiterbildung für lokale Akteure sowie der Austausch von Erfahrung über nationale und europäische Vernetzungsstellen. Thematisch wichtig in Zukunft sind laut Oberlerchner unter anderem Klimawandel und erneuerbare Energien.
- Erich Hinrichs, praktizierender Landwirt aus Ostfriesland betonte, das das Gelingen eines regionalen Entwicklungsprozesses stark von den Fähigkeiten und der Persönlichkeit des Regionalmanagers abhängt. Erfolgreich habe man so eine regionspezifische Agrarumweltmaßnahme in einem bottom-up-Prozess erfolgreich entwickeln können. Er erwähnte außerdem, dass gerade dann Projekte und Kooperation erfolgreich waren, wenn sie Themen berührten, die eigentlich Konfliktfelder waren, z. B. Naturschutz und Landwirtschaft.
- Sabine Weizenegger, Regionalmanagerin aus dem Oberallgäu verweist auf zwei erfolgreiche Projekte, die „Landzunge“ und das „Kräuterland“. Diese zunächst überschaubaren Projekte seien Wegbereiter für weitere größere Kooperationen.
- Ralph Gockel, Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, betonte, dass Landwirte als Unternehmer dann bereit sind sich in ihrer Freizeit für Projekte zu engagieren, wenn sie bei der Ideenfindung und Konzeption unterstützt werden. Weitere Erfolgsfaktoren sind Freude und Spaß bei der Umsetzung.
- Menschen, die zusammenpassen, „Wir-Gefühl“ und gemeinschaftliche Finanzierungskonzepte sind laut Jörg Wilke, Wirtschaftsförderer, die Erfolgsfaktoren in der Wesermarsch.
- Karin Ellermann-Kügler, VLK, weist darauf hin, dass es einen hohen Bedarf für den Austausch von Informationen und Erfahrungen gibt. Jan Swoboda von der Vernetzungsstelle Ländliche Räume stellt heraus, dass Beteiligungsprozesse ihre Zeit brauchen, um Früchte zu tragen. Er betont zudem die Wichtigkeit einer guten Kommunikation in der Sprache der Landwirte.
Im Internet finden Sie uns unter www.landwirtschaftskammern.de und
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