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Regionale Produkte – Studie veröffentlicht

27.02.2010 „Regionale Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von Lebensmitteln“ ist der Titel einer vom Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz (BMELV) beauftragten und finanzierten, von der Universität Rostock, Institut für Management ländlicher Räume durchgeführten Studie, die jetzt veröffentlicht wurde. Projektträger war die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).
In der Studie wurde untersucht welche Formen regionaler Vermarktung im Lebensmittelbereich sowohl am Markt erfolgreich als auch für die Gesellschaft vorteilhaft sind. Es wurde auch der Einfluss öffentlicher Förderung auf den Erfolg regionaler Projekte untersucht, der gesellschaftliche Nutzen regional hergestellter und verwendeter Lebensmittel betrachtet und gefragt wie Nachteile, die mit der Erzeugung und Verwendung regionaler Lebensmittel verbunden sind, beseitigt und eine Effizienzsteigerung des Gesamtsystems regionaler Lebensmittel erreicht werden können.
Regionale Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von Lebensmitteln gilt als wichtiger Aspekt nachhaltiger Ernährungs- und Landwirtschaft und einer Erfolg versprechenden Regionalentwicklung. Regionalität von Nahrungsmitteln könnte Transparenz, Herkunftsnachweis und Rückverfolgbarkeit als zentrale Forderungen der Lebensmittelsicherheitspolitik erleichtern. Studien weisen jedoch auch auf den vergleichsweise hohen Energiebedarf regionaler Produkte im Vergleich zu überregional erzeugten Produkten großer Erzeuger hin. Ziel des Vorhabens war eine ganzheitliche Bewertung der möglichen Vor- und Nachteile regionaler Produkte.
Regionale Produkte sind nicht per se umweltverträglicher als überregionale, sondern bedürfen einer ökologischen Optimierung. Das Potenzial hierzu wird insbesondere im Verhalten der Konsumenten und in der Vernetzung regionaler Erzeugerstrukturen gesehen. Die Autoren der Studie beurteilen die Einführung eines Labels für regional erzeugte und vermarktete Produkte kritisch. „Regionale Lebensmittel“ hätten schon heute bei den Konsumenten einen hohen positiven emotionalen Wert haben. Angeregt wird eine „Nachhaltigkeitsstrategie“. Bei Anwendung dieser Strategie würden Erzeugnisse vor der Kennzeichnung einem „Nachhaltigkeits-Check“ unterzogen. Ein gesicherter positiver Einfluss von Förderung auf den Projekterfolg konnte nicht nachgewiesen werden. Schwierigkeiten bereiteten hier insbesondere Überlagerungseffekte anderer Faktoren. Ein positiver Zusammenhang zwischen Projektförderung und Projekterfolg wird von den Autoren der Untersuchung jedoch grundsätzlich angenommen. Zusammenfassend wird empfohlen, die Förderung stärker auf Information der Verbraucher und Beratung der Akteure innerhalb der Wertschöpfungsketten auszurichten. Finanzielle Zuwendungen sollten auf die Startphase begrenzt sein und die Vorlage eines klar definierten Konzeptes voraussetzen. Regionale Lebensmittel sollten vor allem unter dem Gesichtspunkt der Produktqualität und der Nachhaltigkeit gefördert werden.
Die Laufzeit des Projektes war von September 2006 bis Januar 2010.
Mehr Informationen und Download unter service.BLE.de/...
Direkter Download unter Download.BLE.de/05HS023.pdf

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