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Umwelt & Natur

Flächen und nicht den Naturschutz stilllegen

Deckblatt: Naturschutzbund Deutschland (NABU) e. V. (2008): Die Bedeutung der obligatorischen Flächenstilllegung für die biologische Vielfalt – Fakten und Vorschläge zur Schaffung von ökologischen Vorrangflächen im Rahmen der EU-Agrarpolitik.

Die so genannte obligatorische Flächenstilllegung – vor fast 20 Jahren von der EU als Instrument zur Begrenzung von Überschüssen im Ackerbau eingeführt – ist vor allem angesichts der derzeitigen Marktentwicklung für das Jahr 2008 erstmals ausgesetzt worden. Im Zuge des Health Checks der EU-Agrarpolitik wird von Seiten der EU-Kommission sogar die vollständige Abschaffung vorgeschlagen – wobei allerdings der „ökologische Nutzen“ dieser Regelung zu erhalten sei. An diesem Punkt setzt die vom Naturschutzbund Deutschland (NaBu) mit Mitteln des Bundesumweltministeriums geförderte Studie an. Sie analysiert die Bedeutung der Flächenstilllegung für die biologische Vielfalt und macht konkrete Vorschläge, wie die positiven Auswirkungen von Stilllegungsflächen auf die Tier- und Pflanzenwelt dauerhaft erhalten werden können: In Analogie zum Schweizer Modell des Ökologischen Leistungsnachweises soll eine Verpflichtung zur Einrichtung von „ökologischen Vorrangflächen“ auf zehn Prozent der landwirtschaftlichen Fläche eines Betriebs eingeführt werden. Zu solchen Vorrangflächen können selbstbegrünte Brachflächen, Blühflächen oder Blühstreifen sowie artenreiche Grünlandflächen, Saumstreifen oder Feldgehölze gehören. Spezielle Ausgestaltungsmaßnahmen sollten demgegenüber über Agrarumweltprogramme finanziert werden.

Naturschutzbund Deutschland (NaBu) e. V. (2008): Die Bedeutung der obligatorischen Flächenstilllegung für die biologische Vielfalt – Fakten und Vorschläge zur Schaffung von ökologischen Vorrangflächen im Rahmen der EU-Agrarpolitik. 35 Seiten.

Kostenloser Download als pdf-Datei unter:

http://www.NaBu.de/imperia/md/content/nabude/landwirtschaft/23.pdf

 


Klima-Strategien für die Zukunft

Deckblatt: Hermann E. Ott und Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.) (2008): Wege aus der Klimafalle. Neue Ziele, neue Allianzen – was eine Klimapolitik leisten muss.

„Unser Handeln in den nächsten 10 bis 15 Jahren wird die Lebensbedingungen unserer (...) Nachkommen entscheidend beeinflussen.“ So leitet der Herausgeber Hermann E. Ott das Buch „Wege aus der Klimafalle“ ein.

In kurzen, verständlich geschriebenen Beiträgen werden die neuesten Erkenntnisse zu den Zielen einer Klimastrategie, zur Förderung neuer Technologien und zu neuen gesellschaftlichen Allianzen vorgestellt. Unterteilt sind die Beiträge in vier Bausteine: neue Ziele, neue Politik, neue Technologien und neue Allianzen. Mit einer ausführlichen Einführung stellt der Herausgeber diese Gliederung, die jeweiligen Autoren und die Schwerpunkte ihrer Texte vor.

Einen guten Einblick in die Zukunft gibt der Beitrag „Szenarien einer internationalen Klimapolitik nach 2012“: Beim „Business-as-usual“-Szenario wird nichts getan. Beim strukturkonservativen Szenario werden zwar Maßnahmen durchgeführt, aber die notwendigen Strukturveränderungen nicht ergriffen. Erst mit dem ökologisch-gerechten Szenario ändert sich wirklich etwas.

Das Buch vermittelt die politische Dimension des Klimawandels und gibt Anregungen für die weitere Politikentwicklung  – ein Lesemuss für Laien und politische Entscheidungsträger gleichermaßen.

 

Hermann E. Ott und Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.) (2008): Wege aus der Klimafalle. Neue Ziele, neue Allianzen – was eine Klimapolitik leisten muss. München, oekom-Verlag, 230 Seiten.                                         Bestellnummer: ISBN 978-3-86581-088-5

 

 


Biologische Vielfalt in den Wäldern Nordrhein-Westfalens

Deckblatt: Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen (Hrsg.) (2008): Biologische Vielfalt in den Wäldern Nordrhein-Westfalens

Es geht um den Wald in Nordrhein-Westfalen. Ein Überblick über Vielfalt und Artenreichtum steht am Anfang dieser Broschüre. Im Wesentlichen geht es aber um Maßnahmen, die zur Erhaltung, Wiederherstellung und Gestaltung der biologischen Vielfalt der Wälder notwendig sind. Dazu gehören beispielsweise die standortgerechte Planung, die Umsetzung von Arten- und Biotopschutzprogrammen und Generhaltungsmaßnahmen. Dabei kommt es auch darauf an, die Anpassungsfähigkeit der Waldökosysteme an sich ändernde Umweltbedingungen zu erhalten und eine wirtschaftliche Nutzung zu ermöglichen. Dazu tragen stabile, artenreiche und standortgerechte Mischbestände bei.

Auf aktuelle Förderungen für die naturnahe Waldbewirtschaftung wird in der Broschüre ebenso hingewiesen wie auf die Bedeutung europaweiter Schutzgebiete und die gesetzlichen Grundlagen für die Erhaltung der Biodiversität. Abschließend weist das Heft noch auf einige Projekte zur Erhaltung der biologischen Vielfalt beispielsweise zur Umsetzung der FFH-Richtlinie und zur Erhaltung seltener Baum- und Straucharten hin. Für einen schnellen Überblick zum Thema ist diese materialreiche Broschüre bestens geeignet.

Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen (Hrsg.) (2008): Biologische Vielfalt in den Wäldern Nordrhein-Westfalens – Heft 18 der Schriftenreihe der Landesforstverwaltung Nordrhein-Westfalen, 94 Seiten. Bestellnummer: ISBN 978-3-9809057-8-7

 

 


Naturschutz im ökologischen Ackerbau – ein Praxishandbuch

Deckblatt: Sarah Fuchs und Karin Stein-Bachinger (2008): Naturschutz im Ökolandbau – Praxishandbuch für den ökologischen Ackerbau im nordostdeutschen Raum

Häufig wollen Landwirte Naturschutzziele auf ihrer Betriebsfläche berücksichtigen, möchten aber selbst entscheiden können, welche Maßnahmen sie in welchem Umfang umsetzen. Mit dem vorliegenden Handbuch wird ihnen dafür nun das notwendige Rüstzeug an die Hand gegeben: Hier werden in kurz gefasster, optisch ansprechender und leicht verständlicher Form speziell für den Ackerbau Maßnahmen vorgeschlagen, die betriebswirtschaftlich kalkuliert und im Betrieb problemlos umzusetzen sind. 20 Maßnahmen- und 17 Artensteckbriefe sowie Kurzbeschreibungen weiterer relevanter Maßnahmen und Arten bieten konkrete Handlungsempfehlungen. Sie helfen dem Landwirt zu beurteilen, auf welchen Flächen es sich lohnt, bestimmte Arten zu fördern. Die Maßnahmen lassen sich im Idealfall in ein gesamtbetriebliches Konzept integrieren.

Das Buch wertet Erfahrungen aus, die im Rahmen eines fünfjährigen Erprobungs- und Entwicklungsvorhabens zur naturschutzfachlichen Optimierung des großflächigen Ökolandbaus in Brandenburg gesammelt wurden. Daher bezieht sich die Gültigkeit der Aussagen vorrangig auf die ackerbaulichen Verhältnisse Nordostdeutschlands und zudem – wenn auch nicht ausschließlich – auf die spezifischen Produktionsbedingungen des ökologischen Landbaus. Dennoch ist das Buch aufgrund der vielen Anregungen, die es gerade für den aus Naturschutzsicht häufig „schwierigen“ Bereich Acker bietet, unbedingt empfehlenswert.

Sarah Fuchs und Karin Stein-Bachinger (2008): Naturschutz im Ökolandbau – Praxishandbuch für den ökologischen Ackerbau im nordostdeutschen Raum, Bioland Verlags GmbH, Mainz, 144 Seiten.                         Bestellnummer: ISBN 978-3-934239-35-7


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