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Landschaft & Kultur
Kulturlandschaft als Handlungsraum

Kulturlandschaften sind in den letzten Jahren aufgrund ihrer kulturellen und gesellschaftlichen Vielfalt als geeignete Handlungsebene zur Schaffung regionaler Identität und damit zur Förderung einer integrierten Regionalentwicklung „neu“ entdeckt worden. Ziel des Buches „Kulturlandschaft als Handlungsraum“ ist es daher, die Kulturlandschaft aus primär sozialwissenschaftlicher Perspektive in den Blick zu nehmen und Erfahrungen mit der so genannten „handlungsräumlichen Konstitutierung“ von Kulturlandschaften für die Praktiker der Regionalentwicklung auszuwerten. Unter kulturlandschaftlichen Handlungsräumen werden diejenigen Kulturlandschaften verstanden, denen es gelungen ist, nach innen regionale Handlungsfähigkeit und nach außen die Wahrnehmung regionaler Interessen zu ermöglichen.
Das Buch fasst die Arbeiten zweier Forschungsprojekte zusammen, die sich mit unterschiedlichen theoretischen Zugängen aus der Institutionen- und Governanceforschung der Frage nach der Leistungsfähigkeit verschiedener Steuerungsansätze zur Kulturlandschaftsentwicklung stellen. Durch acht Fallbeispiele – Großschutzgebiete auf der einen und Regionalparks auf der anderen Seite – werden diese theoretischen Ansätze empirisch untersetzt. Darüber hinaus werden Instrumente der Politik für den ländlichen Raum – insbesondere Leader und die Integrierte Ländliche Entwicklung – einbezogen.
Dietrich Fürst, Ludger Gailing, Kim Pollermann, Andreas Röhring (Hrsg.), 2008: Kulturlandschaft als Handlungsraum: Institutionen und Governance im Umgang mit dem regionalen Gemeinschaftsgut Kulturlandschaft. Dortmund, Rohn-Klewe, 328 Seiten. Bestellnummer: ISBN 978-3-93948-606-0
